Eine Nachricht an alle Frauen, die mitten im Satz nach einem Wort suchen, das sie seit vierzig Jahren kennen
Ich stand vor 24 Kindern und wusste den Namen meiner Enkelin nicht mehr. Das MRT war unauffällig. Die Neurologin sagte: „Ihr Gehirn ist gesund. Es hat keinen Strom.“
Wortfindungsstörungen in den Wechseljahren: Das Wort ist da, Sie sehen es fast, und es kommt nicht. Namen, Begriffe, der Titel des Films von gestern. Sie haben Angst, dass es der Anfang von etwas ist, und die Bilder sagen: alles in Ordnung. Dieser Bericht zeigt, was in Ihrem Gehirn wirklich fehlt, warum kein MRT es zeigen kann, und wie Sie den Speicher füllen, aus dem jedes Wort kommt. Fünf Gramm am Tag, im Kaffee. Der erste Unterschied nach zwei Wochen, im Satz.

Sie kennen den Moment
Sie erzählen etwas. Mitten im Satz. Und das Wort ist weg.
Nicht irgendein Wort. Ein Wort, das Sie seit vierzig Jahren kennen. Der Name der Schauspielerin. Das Ding, mit dem man Nudeln abgießt. Der Nachbar, dem Sie seit zwölf Jahren jeden Morgen zunicken.
Sie sehen es fast. Es liegt da, einen Zentimeter hinter der Stirn, und es kommt nicht. Sie sagen „dieses Dings“ und lachen und die anderen lachen mit. Und Sie denken etwas anderes.
Sie haben es gegoogelt, nachts. Sie haben die Wörter gelesen, die man nachts liest. Sie waren beim Arzt, vielleicht sogar beim Neurologen. Die Bilder waren unauffällig. „Alles in Ordnung, Frau W. Das ist der Stress. Das ist das Alter.“
Und Sie sind nach Hause gegangen mit einem gesunden Gehirn und einem Wort, das immer noch nicht kommt.
Ich möchte Ihnen sagen, was ich seit dem Frühjahr weiß. Aber vorher machen Sie bitte einen Test, der eine Minute dauert.
Hausaufgabe: Der Ein-Minuten-Test: Machen Sie ihn jetzt, mit der Handy-Stoppuhr
- Stellen Sie die Stoppuhr auf eine Minute. Nehmen Sie einen Zettel.
- Schreiben oder sagen Sie in dieser Minute alle Tiere auf, die Ihnen einfallen. Keine Reihenfolge, kein Nachdenken. Einfach raus.
- Zählen Sie. Und merken Sie sich nicht nur die Zahl, sondern die Stellen, an denen Sie gestockt haben. Wo das Tier da war und der Name nicht.
Was ein Wort braucht, um zu kommen
Ein Wort ist kein Ding, das irgendwo liegt. Ein Wort ist eine Verbindung. Wenn Sie „Sieb“ sagen wollen, müssen in Ihrem Gehirn in einem Bruchteil einer Sekunde ein paar Millionen Zellen gleichzeitig feuern: die, die das Bild kennen, die, die den Klang kennen, die, die den Mund bewegen.
Dieses gleichzeitige Feuern kostet Energie. Sehr viel Energie, in sehr kurzer Zeit. Ihr Gehirn wiegt zwei Prozent Ihres Körpers und verbraucht zwanzig Prozent Ihrer Energie. Und für die schnellen Spitzen, den Moment, in dem das Wort kommen muss, hat es einen eigenen Speicher in jeder Zelle. Denselben Speicher wie der Muskel.
Wenn der Speicher voll ist, kommt das Wort, bevor Sie denken. Wenn er leer ist, kommt es einen Moment zu spät. Und einen Moment zu spät ist vor 24 Kindern eine Ewigkeit.
Das ist kein Abbau. Das ist Nachschub. Und der Unterschied ist alles.
Warum Ihnen das noch niemand gesagt hat
Weil die Medizin misst, was sie messen kann. Ein MRT zeigt, ob Gewebe fehlt. Ein Bluttest zeigt Schilddrüse, B12, Eisen. Was in der Gehirnzelle gespeichert ist, misst nur ein Spezialgerät in Studien, keine Praxis.
Und wenn der Befund nicht auf dem Zettel steht, gibt es kein Rezept. Wenn es kein Rezept gibt, gibt es einen Satz. „Das ist der Stress.“
Dabei ist es gemessen. Forscher haben Frauen durch die Wechseljahre begleitet und ihre Denkleistung getestet: In der Übergangsphase lernten sie messbar schlechter als davor und danach, unabhängig von Stress und Schlaf. Und andere haben gemessen, was passiert, wenn man dem Gehirn den Stoff für den Speicher zurückgibt. Dazu gleich mehr.

Was das MRT sieht und was nicht
- Das Bild: Gewebe, Struktur, Durchblutung. Alles normal. Die Neurologin hat recht.
- Die Zelle: Der Speicher für die Spitze, in der das Wort kommt. Leer. Sie haben auch recht.
- Die Wand: Zwischen beidem misst niemand. Deshalb der Satz.
Bevor ich Ihnen erkläre, warum der Speicher im Gehirn leer läuft und wie er sich füllt, möchte ich Ihnen drei Frauen zeigen, die genau dort standen, wo Sie stehen. Mitten im Satz.
Drei Frauen. Drei Wörter. Ein Speicher.
„Ich rufe den ganzen Tag Namen auf. Im Februar habe ich eine Frau Meier dreimal Frau Müller genannt, mit dem Ausweis in der Hand. In Woche drei habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr auf den Ausweis schaue, bevor ich den Namen sage. Ich schaue einfach nicht mehr.“
„Mein Mann hat angefangen, meine Sätze zu beenden. Nett gemeint. Ich hätte ihn erwürgen können. Seit Woche fünf beendet er keinen Satz mehr, weil ich vorher fertig bin. Er hat es noch nicht gemerkt. Ich schon.“
„Ich stehe sonntags vor 80 Leuten und rede frei. Im Januar habe ich dreimal in einer Predigt auf den Zettel geschaut, weil das Wort nicht kam. Am letzten Sonntag habe ich den Zettel zu Hause gelassen. Absichtlich. Es kam alles.“
Drei Frauen. Kein Gehirnjogging. Keine App. Ein Speicher, der wieder voll war.
Was Sie in den nächsten Minuten erfahren
Was in diesem Bericht steht
- Warum das Wort ab 50 einen Moment zu spät kommt, obwohl das MRT sauber ist, und warum das Gehirn denselben Speicher hat wie der Muskel.
- Warum Frauen doppelt getroffen werden: durch den kleineren Speicher, den sie von Anfang an hatten, und durch das Östrogen, das in den Wechseljahren geht.
- Was eine Neurologin, die zwanzig Jahre Demenz diagnostiziert hat, heute ihren Patientinnen sagt, bevor sie ein zweites MRT anordnet.
- Warum Ginkgo, Sudoku und die Gehirn-App an der falschen Stelle ansetzen, und was der Speicher stattdessen braucht.
- Welche Studie gemessen hat, wie Kreatin den Energiespeicher im Gehirn füllt und die Denkleistung hält, und welche Studie das bei Frauen in meinem Alter zeigte.
- Was in Woche 1, 2, 3, 6 und 10 passiert, damit Sie nicht am Tag 9 aufhören, genau dann, wenn das erste Wort wieder pünktlich kommt.
Zwei Jahre, eine Neurologin, ein Bild, das nichts zeigte
Ich bin 36 Jahre Grundschullehrerin. Ich rede den ganzen Tag. Ich erkläre Kindern, warum das Wort „Fahrrad“ mit h geschrieben wird. Wörter sind mein Werkzeug.
Mit 56 hat es angefangen. Nicht dramatisch. Ein Name hier, ein Begriff da. „Holt bitte das, das, das Ding mit den Farben.“ Die Kinder haben gelacht. Ich habe mitgelacht.
Mit 57 habe ich angefangen, Zettel zu schreiben. Für die Elternabende, die ich dreißig Jahre frei gehalten hatte. Mit 58 habe ich zum ersten Mal einen Elternabend mit dem Zettel in der Hand gehalten und trotzdem zweimal nach dem Wort für „Zeugnis“ gesucht.
Ich bin zur Hausärztin. Blut: Schilddrüse in Ordnung, B12 in Ordnung, Eisen leicht niedrig, Tabletten. Nichts. Dann zur Neurologin. Tests am Computer, ein MRT, eine Stunde in der Röhre mit der Angst, die man in der Röhre hat.

Der Befund: unauffällig. „Frau W., Ihr Gehirn ist völlig in Ordnung. Das ist die Belastung. Machen Sie Gehirnjogging, schlafen Sie mehr.“ Ich habe Ginkgo gekauft, 34 Euro, drei Monate. Ich habe Sudoku gemacht. Ich habe eine App abonniert, 9,99 im Monat, die mir jeden Morgen bunte Formen gezeigt hat.
Und dann kam der März.
Der Erzählkreis
Montag, Klasse 3b, Erzählkreis. Die Kinder erzählen vom Wochenende, und ich erzähle auch, das machen wir seit zwanzig Jahren so. Ich hatte am Samstag die Taufe meiner Enkelin. Ich habe das Foto hochgehalten. „Das ist meine Enkelin, sie heißt …“
Und der Name war weg.
Nicht irgendein Name. Der Name des Kindes, das ich vor zwei Tagen über dem Taufbecken gehalten habe. Ich stand da, das Foto in der Hand, 24 Kinder haben mich angeschaut. Drei Sekunden. Vier. Ein Mädchen in der ersten Reihe hat gesagt: „Frau W., haben Sie es vergessen?“
„Nein“, habe ich gesagt, „ich wollte nur, dass ihr ratet.“ Sie hat Emma geraten. Ich habe gesagt, fast. Sie heißt Mathilda. Der Name ist gekommen, als ich „fast“ gesagt hatte. Fünf Sekunden zu spät.
Ich bin in der Pause auf die Lehrertoilette gegangen und habe zehn Minuten die Tür abgeschlossen. Nicht geweint. Ich habe in den Spiegel geschaut und gedacht: Wenn das so weitergeht, kann ich diesen Beruf nicht mehr ausüben. Und ich habe noch sieben Jahre.
„Das können Sie lassen.“
Ich bin ein zweites Mal zur Neurologin gegangen. Nicht zu derselben. Zu einer, die mir die Frau eines Kollegen empfohlen hat. „Die fragt anders.“
Sie hat den alten Befund gelesen, mich eine Minute Tiere aufzählen lassen, Wörter nachsprechen, rückwärts zählen. Dann hat sie gefragt, wann die letzte Periode war. Dann, was ich esse. Dann, wie oft ich in der Woche Fleisch oder Fisch esse. Selten, habe ich gesagt, seit Jahren, wegen der Verdauung.
Und dann hat sie den Satz gesagt, den ich mir aufgeschrieben habe.

Ich saß da. Zwei Jahre. Ein MRT. Ginkgo, Sudoku, eine App. Und die ganze Zeit war die Stelle, um die es ging, in keinem Bild, weil Bilder keinen Strom zeigen.
„Das ist nicht Ihre Schuld“, hat sie gesagt. „Ich habe zwanzig Jahre Demenz diagnostiziert. Ich weiß, wie die aussieht. Sie sieht nicht so aus. Aber Frauen wie Sie sitzen jede Woche hier, mit sauberen Bildern und leeren Speichern, und niemand misst den Speicher, weil man ihn nicht messen kann. Außer in Studien. Und die kennt kaum jemand.“
Dann hat sie einen Zettel genommen.
Warum der Speicher im Gehirn leer läuft
Sie zeichnete eine Gehirnzelle mit vielen Ästen. Und darin eine kleine Batterie.
„Jede Zelle, die schnell arbeiten muss, hat einen Energiespeicher für Sekunden. Im Muskel für den Griff. Im Gehirn für den Gedanken, das Wort, den Namen. Der Stoff, aus dem dieser Speicher besteht, heißt Kreatin. Ihr Körper stellt einen Teil her, den Rest holt er aus Fleisch und Fisch. Wer beides selten isst, hat von Anfang an weniger im Speicher.“
„Und Frauen haben grundsätzlich weniger davon als Männer, siebzig bis achtzig Prozent. Nach den Wechseljahren kommen zwei Dinge dazu.“
Sie zeichnete zwei Pfeile. „Erstens: Das Östrogen, das dreißig Jahre den Energiestoffwechsel im Gehirn mitgesteuert hat, ist weg. Deshalb lernen Frauen in der Übergangsphase messbar schlechter, das ist untersucht. Zweitens: Der Nachschub. Sie essen kaum Fleisch, seit Jahren. Der Speicher wird nicht nachgefüllt und pendelt sich auf einem niedrigeren Stand ein. Auf diesem Stand kommt das Wort. Nur eben zu spät.“

Der Speicher und die Tür
- Die Ladung: Kreatin. Kommt mit jeder Dose ins Blut.
- Die Tür: Die Zellwand. Sie öffnet sich nur, wenn die Zelle prall ist.
- Der Schlüssel: Taurin. Hält die Zelle prall und die Tür offen.
„Und wie füllt man den Speicher?“, habe ich gefragt.
„Mit dem Stoff, aus dem er besteht. Fünf Gramm Kreatin am Tag. Es geht nicht nur in den Muskel. Es geht ins Gehirn. Man hat es gemessen: Eine Dosis Kreatin, und der Energiespeicher im Gehirn steigt, im Kernspin sichtbar, und die Denkleistung fällt unter Belastung deutlich weniger ab. Und über Wochen verbessert sich bei Erwachsenen das Kurzzeitgedächtnis und das Schlussfolgern, das ist eine Auswertung über mehrere Studien.“
Ich habe gesagt, was jede Frau an dieser Stelle sagt. Das ist doch das Zeug für Bodybuilder.
„Die Bodybuilder haben es zuerst benutzt. Deshalb steht ein Mann auf der Dose. Aber die Gruppe mit dem größten Mangel sind Frauen über 50, die kaum Fleisch essen. Also Sie.“
Dann hat sie mir erklärt, warum die Dose aus dem Drogeriemarkt bei vielen nichts bringt. „Kreatin ins Blut zu bringen kann jede Dose. In die Zelle kommt es nur, wenn die Zelle prall ist. Das regelt Taurin. Ohne Taurin steht die Ladung vor einer geschlossenen Tür.“
Was die Studien zeigen
Ich bin Lehrerin, ich lese Quellen. Drei Arbeiten habe ich so oft gelesen, dass ich sie im Kollegium aufsagen kann.
Was die Studien gemessen haben
- Jülich, 2024. Gesunde Erwachsene bekamen vor einer durchwachten Nacht eine hohe Einzeldosis Kreatin. Im Kernspin stieg der Energiespeicher im Gehirn, und die Denkleistung, Gedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit fielen deutlich weniger ab als ohne. Das Gehirn nutzt denselben Speicher wie der Muskel, und er lässt sich füllen. (Gordji-Nejad und Kollegen, Scientific Reports)
- Athen, 2018. Eine Auswertung aller kontrollierten Studien zu Kreatin und Denkleistung bei gesunden Erwachsenen: Kreatin verbesserte das Kurzzeitgedächtnis und das logische Schlussfolgern, am deutlichsten bei Menschen unter Belastung und bei denen, die wenig Fleisch essen. (Avgerinos und Kollegen, Experimental Gerontology)
- Los Angeles, 2009. Die SWAN-Studie testete über Jahre die Denkleistung von Frauen vor, während und nach den Wechseljahren. In der Übergangsphase lernten die Frauen messbar schlechter als davor und danach, unabhängig von Schlaf, Stimmung und Stress. Der Effekt war vorübergehend, wenn der Körper sich neu einstellte. (Greendale und Kollegen, Neurology)
Drei Arbeiten. Eine Richtung. Und ein Detail, das mich nicht mehr losgelassen hat: In Athen wirkte Kreatin am stärksten bei denen, die wenig Fleisch essen. Also bei mir.
| Ginkgo, Sudoku, Gehirn-App | Speicher füllen | |
|---|---|---|
| Was es tut | fordert ein Gehirn, das keinen Strom hat | gibt dem Gehirn den Strom für die Spitze |
| Das Wort | kommt weiter zu spät, nur mit mehr Übung | kommt, bevor Sie denken |
| Das MRT | war sauber und bleibt sauber | war sauber und bleibt sauber |
| Der Rest des Körpers | unverändert | derselbe Speicher füllt sich in Muskel und Herz |
| Nach drei Monaten | eine App mehr, ein Wort weniger | die Minute mit den Tieren, gezählt |
| Kosten | 34 Euro Ginkgo, 9,99 App, immer wieder | 75 Cent am Tag |
Wer dieses schmale Fenster trifft
Sie hat mir auf den Zettel geschrieben, worauf ich achten soll: Kreatin-Monohydrat, mikronisiert, damit es sich im Kaffee auflöst. Taurin gleich mit drin. Rohstoff aus deutscher Herstellung. Und eine Charge, die man vor dem Kauf prüfen kann.
Ich habe angefangen zu suchen. Wochenlang, abends, mit der Lesebrille. Immer wieder dasselbe: Kreatin-Monohydrat, sonst nichts. Kein Taurin. Oder „Made in Germany“ groß und darunter klein „Origin non EU“. Oder ein Zertifikat als Bild auf der Internetseite, ohne Chargennummer.
Und dann bin ich auf ein Berliner Team gestoßen, das genau das macht. Kreatin und Taurin zusammen, fünf zu eins. Der Rohstoff heißt Crealin und kommt aus einem von nur drei deutschen Kreatin-Werken. Jede Charge wird an der Deutschen Sporthochschule Köln geprüft und steht auf der Kölner Liste, mit Chargennummer, für jeden einsehbar.
Ich habe dem Hersteller geschrieben, so wie ich Eltern schreibe, die etwas behaupten: Wie stellen Sie sicher, dass drin ist, was draufsteht? Die Antwort kam am nächsten Tag, mit dem Link zur Kölner Liste und einem Satz, den ich mir aufgeschrieben habe:
Ich habe bestellt.
Was in dem Beutel drin ist. Und was nicht.

Was drin ist
- Kreatin-Monohydrat, 5 Gramm je Portion: Die einzige Form, die in den Studien getestet wurde. Mikronisiert, 200 Mesh, löst sich im Kaffee auf, kein Sand am Boden. Rohstoff Crealin, 99,9 Prozent Reinheit, aus deutscher Herstellung.
- Taurin, 1 Gramm je Portion: Der Schlüssel. Hält die Zelle prall und die Tür offen. Im Verhältnis fünf zu eins, das die Kombination CellSync ausmacht.
- Kölner Liste, jede Charge: Geprüft an der Deutschen Sporthochschule Köln, Chargennummer auf der Liste, vor dem Kauf einsehbar.
Was nicht drin ist
- Kein Zucker, kein Süßstoff, kein Aroma: Es schmeckt nach nichts. Im Kaffee nach Kaffee.
- Keine Füllstoffe, kein Rieselhilfsmittel: Zwei Zutaten. Sonst nichts.
- Kein Koffein, kein Ginkgo, kein „Gedächtnis-Komplex“: Es füllt einen Speicher. Es peitscht nichts auf.
Warum keine Alternative das tut, was dieser Beutel tut
Nicht, weil ich sie schlecht machen will. Weil Sie sie kennen. Weil vielleicht gerade eine davon auf Ihrem Nachttisch liegt.
🌿 Ginkgo
Durchblutung für ein Gehirn, das durchblutet istDas MRT hat gezeigt, dass mein Gehirn gut versorgt ist. Ginkgo bringt Blut zu Zellen, die Blut haben. Was fehlte, war der Speicher in der Zelle. 34 Euro.
🧩 Sudoku und die Gehirn-App
Training ohne StromMan kann einen Muskel nicht trainieren, der keinen Strom hat. Ein Gehirn auch nicht. Ich habe drei Monate bunte Formen sortiert und im März den Namen meiner Enkelin gesucht.
🧠 Das zweite MRT
Ein Bild von etwas, das kein Bild zeigtBeruhigt eine Nacht. Am nächsten Morgen fehlt das Wort trotzdem, weil das Bild Gewebe zeigt und nicht Energie.
🥫 Kreatin aus dem Drogeriemarkt
Die Ladung ohne SchlüsselKommt ins Blut, nicht in die Zelle. Deshalb sagen so viele: „Hab ich probiert, hat nichts gebracht.“ Die Tür war zu.
Fünf Gramm. Ein Löffel. Kaffee.
Ich stehe um sechs auf. Setze den Kaffee auf. Den Messlöffel aus dem Beutel, einmal voll, in die Tasse. Umrühren, drei, vier Mal. Trinken. Zehn Sekunden.

Es löst sich auf. Kein Sand zwischen den Zähnen. Dann fahre ich in die Schule und rede den ganzen Tag. Und irgendwann in Woche zwei habe ich gemerkt, dass ich im Erzählkreis nicht mehr vorher überlege, welche Wörter ich vermeide.
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Vier Fragen, die mir alle gestellt haben
„Ist das nicht doch der Anfang von Demenz?“
Das habe ich zwei Jahre lang nachts gedacht. Die Neurologin hat gesagt: Demenz nimmt Wörter weg und gibt sie nicht zurück. Der leere Speicher gibt sie fünf Sekunden zu spät zurück. Wenn das Wort kommt, nur zu spät, ist es der Speicher. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie testen, das ist richtig. Und lassen Sie im selben Termin die Minute mit den Tieren machen.
„Ich esse Fleisch. Habe ich dann genug?“
Vielleicht mehr als ich. Aber eine Frau nach den Wechseljahren hat von Anfang an den kleineren Speicher, und das Östrogen, das ihn mitgesteuert hat, ist weg. Fünf Gramm am Tag stecken in einem Kilo Rindfleisch. Das isst niemand.
„Merke ich es zuerst im Kopf oder im Körper?“
Fast alle sagen: im Kopf. Das Gehirn ist kleiner als der Oberschenkel und füllt sich zuerst. Bei mir kam in Woche zwei das Wort, in Woche sechs die Treppe ohne Schnaufen. Das hatte ich nicht gesucht.
„Wie lange muss ich das nehmen?“
Die ehrlichste Frage. Und die ehrlichste Antwort: Der Speicher bleibt voll, solange Sie ihn füllen. Ich habe noch sieben Jahre vor der Klasse. Ich nehme es weiter. Zehn Sekunden, im Kaffee.
Die, die mir danach geschrieben haben
„Ich arbeite mit Wörtern, seit ich lesen kann. Als Christiane mir von Kreatin erzählt hat, habe ich gesagt: Das ist Sportpulver, ich brauche Schlaf. Sie hat mir die Studie aus Jülich geschickt, und ich habe sie gelesen, weil ich Bibliothekarin bin und Quellen lese.
Ich habe es genommen, um ihr zu beweisen, dass es nichts bringt. In Woche drei hat eine Leserin nach einem Buch gefragt, das ich vor zwanzig Jahren gelesen habe. Der Titel war da, bevor sie den Satz beendet hatte. Ich habe die Studie danach noch einmal gelesen. Anders.“
„Ich habe zwanzig Jahre lang Frauen in den Wechseljahren mit sauberen Bildern nach Hause geschickt. Mit dem Satz: Das ist der Stress. Ich habe es nicht besser gewusst. Was mich umgestimmt hat, waren die Kernspin-Daten aus Jülich und die Auswertung aus Athen, in der Kreatin bei Menschen mit wenig Fleisch am stärksten wirkte. Das war die Beschreibung meiner Patientinnen. Ich sage heute jeder Frau über 50 mit Wortfindungsproblemen und unauffälligem Bild: Füllen Sie den Speicher, bevor wir ein zweites Bild machen. Und ich schäme mich ein wenig, dass ich das zwanzig Jahre nicht gesagt habe.“

Was Woche für Woche passiert. Damit Sie nicht am Tag 9 aufhören.
Ein Speicher, der über Jahre leer gelaufen ist, ist nicht in drei Tagen voll. Ich möchte nicht, dass Sie am Tag 9 auf den Beutel schauen und denken: „Da tut sich nichts.“ Denn es tut sich etwas. Sie hören es nur zuerst nicht, weil ein Wort, das pünktlich kommt, kein Geräusch macht.
- Woche 1
Die stille Ankunft
Sie spüren: nichts. Der Speicher füllt sich, Löffel für Löffel. Die Minute mit den Tieren: 14, wie vorher, mit drei Stockern. Ich habe fast aufgehört.
- Woche 2
Das erste Wort
Ein Mittwoch, Erzählkreis. Ich habe erzählt und erst danach gemerkt, dass ich nichts vermieden hatte. Die Minute am Sonntag: 17. Ein Stocker.
- Woche 3
Der Nachmittag
Das Nachmittagstief blieb aus. Ich habe um 16 Uhr Klassenarbeiten korrigiert, ohne den Kaffee, den ich seit Jahren um 15 Uhr brauchte. Die Minute: 19.
- Woche 6
Der Elternabend
Ohne Zettel. Ich habe ihn absichtlich zu Hause gelassen, mit Herzklopfen im Auto. Es kam alles. Eine Mutter hat nachher gesagt: „Sie wirken so klar.“ Die Minute: 22.
- Woche 10
Der Name
Mathildas Geburtstag, ein halbes Jahr. Ich habe sie hochgehoben, vor der ganzen Familie, und gesagt: „Mathilda, Mathilda, Mathilda.“ Meine Tochter hat gefragt, was das soll. Ich habe gesagt: „Nichts. Ich kann es nur.“
Ein Montag, zehn Wochen ab heute
Schließen Sie kurz die Augen. Nur für einen Moment.
Sie erzählen etwas. Mitten im Satz. Und das Wort kommt, bevor Sie es suchen. Der Name. Der Titel. Das Ding mit den Farben. Sie merken es nicht, weil es sich nicht mehr lohnt, es zu merken.
Und niemand beendet Ihre Sätze. Und Sie lassen den Zettel zu Hause. Und nachts googeln Sie nichts mehr.
Das ist der ganze Unterschied. Nicht, dass Sie ein Gedächtnis haben wie mit 30. Sondern dass Ihre Wörter wieder Ihnen gehören.
Warum dieser Beutel nicht immer da ist
Erinnern Sie sich an den Satz des Herstellers? „Was den Laborwert nicht erreicht, geht nicht in den Verkauf.“ Kreatin, das als Sportpulver in Eimern verkauft wird, kommt zu 99 Prozent aus zwei Werken in China. Crealin kommt aus einem von drei deutschen Werken. Die Menge ist begrenzt. Jede Charge geht nach Köln, bevor ein Beutel gefüllt wird. Wenn der Wert nicht stimmt, wird die Charge verworfen.
Vor einem Jahr war das ein kleines Berliner Team mit einem Beutel für Frauen ab 40. Inzwischen empfehlen Neurologinnen den Ansatz, Lehrerinnen erzählen es sich im Kollegium weiter, und die Produktion kann nicht in drei Wochen hochgefahren werden. Es gibt Wochen, da steht auf der Seite: „Wieder lieferbar in 3 Wochen.“ Dazu gleich mehr.
Was Sie jetzt gerade bezahlen, ohne es zu merken
Ginkgo und „Gedächtnis-Komplexe“, 30 bis 40 Euro für drei Monate: 120 bis 160 Euro im Jahr.
Die Gehirn-App, 9,99 im Monat: 120 Euro.
Der zweite Neurologe, das zweite MRT als Selbstzahlerin, weil das erste nicht beruhigt hat: 300 bis 600 Euro.
Der dritte Kaffee, der Energy-Drink am Nachmittag, 2 bis 3 Euro am Tag: 500 bis 750 Euro.
Zusammen: 1.040 bis 1.630 Euro im Jahr. Und das Wort kommt trotzdem zu spät.
Die andere Rechnung. Die, die niemand aufschreibt.
Der Zettel in der Hand beim Elternabend, nach dreißig Jahren ohne. Der Mann, der Ihre Sätze beendet. Die Nacht, in der Sie die Wörter lesen, die man nachts liest.
Und das Kind in der ersten Reihe, das fragt: „Haben Sie es vergessen?“
Das hat keinen Preis. Aber es kostet Sie jeden Tag ein Stück von der Frau, die früher als Erste das richtige Wort hatte.
Was der Beutel kosten müsste
Deutsches Kreatin aus einem von drei Werken, Taurin im richtigen Verhältnis, Prüfung jeder Charge an der Sporthochschule Köln, verworfene Chargen. Wenn ich das zusammenrechne, müsste ein Monat 45, 50 Euro kosten. Ein MRT als Selbstzahlerin kostet 400.
Was es tatsächlich kostet
Ein Beutel, 30 Portionen, ein Monat: 29,99 Euro. Ein Euro am Tag.
Aber ich empfehle Ihnen nicht einen Beutel. Sondern drei. Der Speicher ist nach vier Wochen voll. Das Vertrauen in das eigene Wort braucht danach Wochen. Wer nach einem Beutel aufhört, hört mit vollem Speicher und dem Zettel in der Hand auf.
Drei Monate, drei Beutel, 90 Portionen. Normalpreis 3 × 29,99 = 89,97 Euro. Und jetzt kommt das, was ich Ihnen versprochen habe.
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- Zehn Sekunden am Morgen. Kein Shaker, kein Messen, kein Klumpen
- Kein Zucker, kein Süßstoff, kein Füllstoff, kein Koffein
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Der Fehler, den Gudrun gemacht hat
Gudrun ist die Frau meines Cousins, 62, früher Buchhalterin. Sie hat gehört, wie ich an Ostern am Tisch erzählt habe, ohne einmal zu stocken, und gefragt. Ich habe es ihr erklärt. Sie hat gesagt: „Ich nehm einen Beutel. Einen. Wenn das was bringt, reden wir weiter.“ Sie ist Buchhalterin.
Woche eins: „Ich spür nix.“ Woche zwei: „Ich bin wacher, aber das ist das Wetter.“ Woche vier hat sie mich angerufen: „Er hat heute keinen Satz beendet. Keinen einzigen. Ich habe mitgezählt.“

Am dreißigsten Tag war der Beutel leer. Sie hat abends bestellt. Auf der Seite stand: „Wieder lieferbar in 3 Wochen.“
Tag fünf ohne Löffel: der Nachmittag war wieder zäh. Tag zwölf: er hat einen Satz beendet. Sie hat es gemerkt. Drei Wochen später kam der Beutel, und sie hat von vorne angefangen. Woche eins: nichts.
„Ich habe vier Wochen gebraucht, bis er still war. Und in zwei Wochen war er wieder dran, weil ich sparen wollte. Ich bin Buchhalterin. Das war die schlechteste Rechnung meines Lebens.“
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Zwei Wege
Weg eins
Sie schließen diese Seite. „Ich denk noch mal drüber nach.“ Und dann ist Montag. Und ein Satz. Und das Wort kommt nicht. Sie schreiben den nächsten Zettel. Sie kaufen im Herbst das zweite Ginkgo. Im Winter googeln Sie nachts wieder die Wörter, die man nachts googelt. Und irgendwann beendet jemand anderes Ihre Sätze, und Sie lassen ihn. Weg eins kostet nichts. Nicht heute. Aber jedes Wort.
Weg zwei
Sie klicken auf den Button. In zwei Tagen stehen drei Beutel vor der Tür. Morgen früh: Kaffee, Löffel, zehn Sekunden. In Woche zwei kommt das erste Wort pünktlich, in Woche drei bleibt das Nachmittagstief aus, in Woche sechs lassen Sie den Zettel zu Hause. Und in Woche zehn sagen Sie einen Namen dreimal hintereinander, nur weil Sie es können. Weg zwei kostet 75 Cent am Tag. Und wenn er nicht funktioniert, kostet er nichts.
Ein letztes Mal ehrlich
Ich habe zwei Jahre lang ein gesundes Gehirn behandelt, weil ich Angst vor einem kranken hatte. Ich habe Ginkgo genommen, Formen sortiert, eine Stunde in einer Röhre gelegen. Und ich habe vor 24 Kindern den Namen meiner Enkelin gesucht.
Was ich Ihnen nicht verspreche: ein Gedächtnis wie mit 30. Und ich verspreche Ihnen nicht, dass jeder Wortverlust ein leerer Speicher ist. Wenn Wörter weg sind und nicht zurückkommen, wenn Sie sich verlaufen, wenn Ihre Familie sich sorgt: zum Arzt, und zwar bald. Das hier ist für die, deren Bild sauber ist und deren Wort fünf Sekunden zu spät kommt.
Was ich Ihnen verspreche: dass der Speicher, aus dem das Wort kommt, sich füllt, wenn Sie ihn füllen. Und dass Sie in zwei Wochen mit einer Stoppuhr wissen, ob es stimmt. Nicht mit einem Gefühl. Mit einer Zahl. Tiere, in einer Minute.
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Die Fragen, die Sie noch haben
„Ich bin über 65. Funktioniert das noch?“
Ja. In der Athener Auswertung wirkte Kreatin auf das Gedächtnis bei älteren Erwachsenen sogar deutlicher als bei jungen. Der Speicher ist nicht altersabhängig. Er ist nachschubabhängig.
„Ich nehme Blutdruckmittel und Schilddrüsenhormone. Geht das zusammen?“
Kreatin und Taurin sind körpereigene Stoffe. In der größten Sicherheitsauswertung, 685 kontrollierte Studien mit über 26.000 Menschen, gab es mit Kreatin genauso viele Nebenwirkungen wie mit dem Scheinpräparat. Ich bin keine Ärztin. Zeigen Sie Ihrem Arzt die Zutatenliste: Kreatin-Monohydrat, Taurin.
„Was, wenn ich einen Tag vergesse?“
Dann nehmen Sie am nächsten Tag einen Löffel. Nicht zwei. Der Speicher leert sich nicht über Nacht, sondern über drei, vier Wochen.
P.S. Der Spickzettel vom Elternabend im Februar liegt in meiner Schreibtischschublade. Ich habe ihn nicht weggeworfen. Ich schaue ihn manchmal an, wenn ich morgens den Löffel in den Kaffee rühre. Nicht aus Schmerz. Als Erinnerung daran, wie nah ich daran war, mit 59 aufzuhören, frei zu reden.
Quellen (10)
- Gordji-Nejad A et al. (2024). Single dose creatine improves cognitive performance and induces changes in cerebral high energy phosphates during sleep deprivation. Scientific Reports 14, 4937.
- Avgerinos KI et al. (2018). Effects of creatine supplementation on cognitive function of healthy individuals: a systematic review of randomized controlled trials. Experimental Gerontology 108, 166–173.
- Greendale GA et al. (2009). Effects of the menopause transition and hormone use on cognitive performance in midlife women. Neurology 72(21), 1850–1857. (SWAN)
- Rae C et al. (2003). Oral creatine monohydrate supplementation improves brain performance: a double-blind, placebo-controlled, cross-over trial. Proceedings of the Royal Society B 270(1529), 2147–2150.
- Smith-Ryan AE et al. (2021). Creatine supplementation in women's health: a lifespan perspective. Nutrients 13(3), 877.
- Brosnan JT, Brosnan ME (2007). Creatine: endogenous metabolite, dietary, and therapeutic supplement. Annual Review of Nutrition 27, 241–261. (Rindfleisch rund 4,5 g/kg)
- Yu P et al. (2025). Creatine plus taurine supplementation and exercise performance in the heat. Sports Health 17(5).
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